Alpenländische Volksmusik

Melodiegitarre

Die Gitarre als Melodieinstrument hat im 19. bis ins 20. Jahrhundert auf der Basis der klassischen Spielliteratur einige Beispiele, die aber mit der heutigen Auffassung des Melodiespiels der alpenländischen Gitarrenmusik wenig zu tun haben.

Erst Tobi Reiser und vor allem Sepp Eibl haben Melodien für Melodieinstrumente (Geige, Klarinette usw.) auf die Gitarre umgesetzt und konnten so im Gitarrenduo mit einer zweiten Gitarre als Begleitung eingebunden werden.

Die Melodiegitarre spielt ein- oder zweistimmige Melodien. Zweistimmige Melodien werden bei langsamen oder mittleren Tempi, einstimmige bei schnellen Melodiebewegungen gewählt. Schüttelmelodien sind meist eintaktige Melodiephrasen und können den Daumen (p) miteinbeziehen, damit man rhythmisch genau und schnell spielen kann.
Das Melodiespiel basiert auf klassischen Spieltechniken. Eigenheiten der alpenländischen Gitarrentechniken werden durch Fingersatzangaben angezeigt.