Gitarre–Guitarre–Guitar Blog

blog.renesenn.de

Schmuckgitarre

Juli 2018

Gitarre nach Noten spielen
 

Der Online-Gitarrenworkshop – Gitarre nach Noten spielen / Lehrgang 1 – ist nun für Desktop, Tablet und Mobil vollständig auf dieser Website umgesetzt.
Wer etwas ambitioniert und von Grund auf mit der Gitarre nach Noten oder »vom Blatt« spielen lernen will, hat nun die Möglichkeit mit Lehrgang 1 »anzugreifen«, einzusteigen oder zu testen.

Juni 2018

Neue Rubrik: Akkorde
 

Akkorde

Um Akkorde auf der Gitarre spielen zu können, gilt es zunächst die Akkordsymbole und die entsprechenden Akkorddiagramme zu verstehen und diese dann praktische in Griffe auf der Gitarre umzusetzen. Zum Anfang werden die einfachen Akkordsymbole und Akkorddiagramme ausführlich erklärt und als Basics die Grundakkorde gezeigt.

Mai 2018

68er-Festival – Am Ende ist jeder glücklich wenn die Musik spielt!

» ARTE zeigt MESSAGE TO LOVE: The Isle of Wight Festival 1970 «

Verfügbar von 04/05/2018 bis 01/08/2018

Das Isle of Wight Festival, bereits 1968 ins Leben gerufen, gilt als das europäische Woodstock. Der wohl bedeutendste Beitrag, der dort entstand, ist der zweistündige Dokumentarfilm "Message to Love: The Isle of Wight Festival", der 25 Jahre nach dem Ereignis zum ersten Mal aufgeführt wurde.

ARTE – Message to Love: The Isle of Wight Festival 1970

Kommentar verfassen
E-Mail: blog@renesenn.de

Februar 2018

Vom Klang der Saite

» … zum Klang der Welt – Akróasis. «

Inspiriert durch Hans Kayser und seinem »Lehrbuch der Harmonik« baute ich, vor über 30 Jahren, ein Monochord nach, um den Klang einer Saite zu ergründen. Dabei entdeckte ich, neben anderem, die Obertonreihe und ihre Gesetzmäßigkeiten. Auf der Gitarre werden diese Obertöne mit den sogenannten Flageoletttönen hervorgebracht. Den fortgeschrittenen Gitarrenspielerinnen und Gitarrenspieler sind diese Flageoletttöne über dem 12., 7. und 5. Bund bekannt, was dem 2., 3. und 4. Oberton entspricht.

» Die Gitarre zauberte sphärische Klänge. «

Wo und wie wird der Grundton, beziehungsweise 1. Oberton, als Flageolettton erzeugt?

▼ Flageoletttöne

Begriffsdefinitionen dieses Beitrags: Vom Klang der Saite

▼ Begriffsdefinitionen

Klang – Allgemeiner Begriff für akustische Erscheinungen: wie etwas klingt. Der Ton, der aus mehreren Teiltönen zusammengesetzt ist wird als Klang definiert.

Klangfarbe – Toneigenschaft um zwischen Instrumenten unterscheiden zu können. Die Klangfarbe einer Saite wird durch den Anschlagsort verändert. Die Klangfarbe eines Tones wird durch die Zusammensetzung und Lautstärke der Obertöne beeinflusst.

Ton – Der Ton besteht aus dem Grundton (Grundschwingung einer Saite) und seinen Teiltönen (Obertöne einer Saite).

Flageolettton – (nach Riemanns Musiklexikon) Die Flageoletttöne werden auf einer Saite durch leichtes Aufsetzen des Fingers auf die Teilungspunkten 1/2 , 1/3 , 1/4 usw. erzeugt. An dieser Stelle entsteht dann ein Schwingungsknoten; die Saite schwingt 2, 3, 4 … Teilen, von denen jeder den betreffenden Oberton der ganzen Saite erklingen lässt.

Grundton – ist die Wahrgenommene Tonhöhe eines Tones. Mit seiner Frequenz (Schwingungen pro Sekunde) wird er auch als Sinuston bezeichnet. Der Grundton ist der 1. Oberton der Obertonreihe. Ein Sinuston hat keine Obertöne.

Oberton – Die Obertöne werden auch als Teiltöne oder Partialtöne bezeichnet. Bei einer Schwingung einer Saite schwingt nicht nur der Ton der Saite auch Grundton genannt, sondern auch seine Teiltöne mit. Die Teiltonschwingungen werden auch als »Harmonische« der Grundschwingung bezeichnet.

Obertonreihe – besteht aus den harmonischen Obertönen (Harmonische). Die Reihe beginnt mit dem 1. Oberton, der auch Grundton oder »Zeugerton« genannt wird und setzt sich fort; theoretisch bis ins Unendliche, praktisch bis etwa zum 6. Oberton.

Obertonreihe der ⑥ Saite

  • 1/1 = 1. Oberton  E  (Grundton, »Zeugerton«)
  • 1/2 = 2. Oberton  e  (Oktave)
  • 1/3 = 3. Oberton  h  (Oktave + Quinte = Duodezime)
  • 1/4 = 4. Oberton  e1  (2 Oktaven)
  • 1/5 = 5. Oberton  gis1  (2 Oktaven + Terz)
  • 1/6 = 6. Oberton  h1  (2 Oktaven + Quinte)

Mensur1/1 ist die schwingende Saitenlänge und wird Mensur genannt. Beispielsweise hat meine Klassikgitarre eine Mensur von 65 cm (Zentimeter) – Abstand zwischen Sattel und Steg.


Flageoletttöne

Beim erzeugen eines Flageoletttones ist der Berührungspunkt der Saitenteilung, mit den Fingern der Greifhand und der Anschlagsort wichtig.

Versuch: Spiele den Flageolettton über dem 7. Bund und verändere den Anschlagsort vom Steg zum Schallloch hin. Schlage dann genau über dem 19. Bund an. Man wird feststellen dass es nur noch »Blubbt« und der Flageolettton nicht mehr zum Klingen gebracht werden kann. Spiele den Flageolettton über dem 7. Bund und verändere den Anschlagsort vom Steg zum Schalloch hin. Schlage dann genau über dem 19. Bund an. Man wird feststellen dass es nur noch »Blubbt« und der Flageolettton nicht mehr zum Klingen gebracht werden kann.

Fazit: Wird ein Flageolettton genau im Teilungspunkt (Knotenpunkt) der schwingenden Saite angeschlagen, klingt dieser nicht. Oder anders rum: Am Besten klingt der Flageolettton wenn dieser zwischen seinen Teilungspunkten angeschlagen wird. Am Besten klingt der Flageolettton wenn dieser zwischen seinen Teilungspunkten angeschlagen wird.

» Am Besten klingt der Flageolettton wenn dieser zwischen seinen Teilungspunkten angeschlagen wird. «

Prakische Folgerungen:

  • Der Flageolettton über dem 12. Bund klingt am besten wenn dieser in der Mitte von 12. Bund und Steg angeschlagen wird.
  • Der Flageolettton über dem 7. Bund klingt am besten wenn dieser in der Mitte von 19. Bund und Steg angeschlagen wird.
  • Der Flageolettton über dem 5. Bund klingt am besten wenn dieser in der Nähe vom Steg angeschlagen wird. Dieser klingt nicht über dem 12. Bund und in der Mitte vom 12. Bund und Steg: Teilungspunkte 2/4 = 1/2 und 3/4
Saitenschwingungen

Grundton als Flageolettton

Von den vorangegangenen Erkenntnissen abgeleitet kann der Grundton als Flageolett wie folgt gespielt werden:

  • Wie gewohnt wird die Saite im Teilungspunkt berührt. Das ist beim 1. Oberton der Sattel, also möglichst nahe beim Sattel die Saite mit dem Finger berühren. Angeschlagen wird am besten über dem 12. Bund. Diese Methode ist die gleiche wie die Erzeugung der anderen Flageoletttöne über dem 12., 7. und 5. Bund, für das praktische Spiel aber sehr umständlich.
  • Möglichst nahe beim Steg die Saite berühren indem mit dem Handballen der Anschlagshand die Saite sozusagen gedämpft wird und dann mit dem Daumen anschlagen. Je weiter der Anschlagsort zur Mitte ist umso besser. Also mit möglichst weit gestreckten Daumen anschlagen.
    Das Wunderbare an dieser Methode ist, dass es genauso bei gegriffenen Saiten funktioniert. Bei den anderen Flageoletttönen spricht man dann von »künstlichen Flageoletttönen«. Die normalen Flageoletttöne nennt man in diesem Zusammenhang »natürliche Flageoletttöne«. Das wäre dann ein neues Thema!

» Viel Spaß beim Ausprobieren! «

 

Anmerkung: Jeder kann diese Töne spielen wie er lustig ist. Über die inhaltlichen Darstellungen (Text und Tabellen) dieser Erstveröffentlichung vom 25.01.2018 »Grundton als Flgeolettton« behalte ich mir alle Rechte vor. (© 2018 by René Senn)

Kommentar verfassen
E-Mail: blog@renesenn.de

Januar 2018

Musikgeschichte mal anders…

» ARTE zeigt zwei Filme, die man nicht verpassen sollte! «

ARTE · Nicht mehr verfügbar!

Eine Reise zu den Wurzeln der Popmusik
»American Epic« von Bernard MacMahorn (USA 2016)
American Epic · Trailer


»The American Epic Sessions« (USA 2017)
Session No. 9 · Steve Martin & Edie Brickell – Cuckoo

Kommentar verfassen
E-Mail: blog@renesenn.de

Dezember 2017

Haba Na Haba (Instrumental) / Tommy Emmanuel

Zur Zeit einer der virtuosesten Gitarristen der, mit seiner Performance und seinen vielfältigen Techniken und Stilistiken, sehr viel Freude bereitet seine Stücke anzuhören und auch nachzuspielen. Für das Nachspielen sind seine Videos sehr hilfreich und mit dem Songbook, das sehr zu wünschen übrig lässt, hat man trotzdem eine brauchbare Grundlage.

Haba Na Haba ist ein afrikanisch klingender Song und zeigt Tommy Emmanuels vielschichtige Techniken, mal einfach und mal etwas knifflig nachzuspielen. Für mein Unterricht habe ich das Stück heruntergehört und neu notiert. Der von meiner Transkription gezeiget A-Teil ist einfach zu spelen.

▼ Noten/Tab · Tipps & Bemerkungen

Haba Na Haba

Haba Na Haba - A-Teil

Tipps und Bemerkungen:

Der Fingersatz ist von entscheidender Bedeutung und bei seiner Spielweise greift er manche Akkorde so, dass er Töne greift die nicht angeschlagen werden. In meinen Bearbeitungen werden diese mit kleineren Noten in Klammern dargestellt.

Das Greifen mit dem Daumen wird mit einem Standard-Fingersatz ersetzt.

Seine individuelle Technik, mit einer Fingerkuppe zwei Saiten (Saitenpaar) zu greifen ist aussergewöhnlich und erfordert in der Standardtechnik einen anderen Fingersatz und gegebenenfalls ein Umarrangieren. (Wie er selbst bemerkt!)

Kommentar verfassen
E-Mail: blog@renesenn.de

November 2017

Gitarrenbau

Ein ungewönliches Video über den Bau einer Akustikgitarre (Steelstring Guitar) mit Michi Kohl.

Kommentar verfassen
E-Mail: blog@renesenn.de

Oktober 2017

Half Way Home / Tommy Emmanuel

Zur Zeit einer der virtuosesten Gitarristen der, mit seiner Performance und seinen vielfältigen Techniken und Stilistiken, sehr viel Freude bereitet seine Stücke anzuhören und auch nachzuspielen. Für das Nachspielen sind seine Videos sehr hilfreich und mit dem Songbook, das sehr zu wünschen übrig lässt, hat man trotzdem eine brauchbare Grundlage.

In Half Way Home verwendet Tommy Emmanuel das sogennante Dropped-D-Tuning: die ⑥ Saite wird von E nach D – Ganzton tiefer – umgestimmt. Anders als in der Albumversion (Capo im 3. Bund) verwendet er in diesem Video kein Capo. Von meiner Transkription zeige ich das Intro (A-Teil.)

▼ Noten/Tab · Tipps & Bemerkungen

Half Way Home

Half Way Home - A-Teil

Tipps und Bemerkungen:

Die Anschlagstechnik mit drei Fingern (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) ist typisch für die Fingerpickingtechnik, auch das Verwenden von einem Daumenpick.

Seine individuelle Technik, mit einer Fingerkuppe zwei Saiten (Saitenpaar) zu greifen ist aussergewöhnlich und erfordert in der Standardtechnik einen anderen Fingersatz und gegebenenfalls ein Umarrangieren. (Wie er selbst bemerkt!)

Kommentar verfassen
E-Mail: blog@renesenn.de