Begleitgitarre

Alpenländische Gitarrenmusik
» gradaus und verkehrt «

Als Begleitinstrument ist die Gitarre in der Alpenländischen Volksmusik weit verbreitet und hinlänglich bekannt. Die typischen Ausführungen sind erfahrungsgemäß etwas problematisch. Nur wer genau hinhört und die Technik kennt, insbesondere das »Abstoppen« der Bässe und Nachschläge, kann die traditionelle Spielweise lernen und somit auch spielen.
Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Spielweisen und Techniken für Boarischer, Polka (Schnellpolka), Landler, Halbwalzer (Walzer) und Liedweisen.

Die Zielsetzung für Begleitungen ist nicht die notierte, beziehungsweise festgesetzte Begleitung nachzuspielen, sondern die Begleitung »aus dem Hut« (improvisiert) zu spielen.

Akkorde

Akkorddiagramm

Ein Akkorddiagramm ist ein Griffbild und zeigt vereinfacht das Griffbrett der Gitarre so, als würde es senkrecht an der Wand hängen.

▼ Akkorddiagramm

Saiten und Bünde

Die oberste, waagrechte Linie ist etwas dicker und stellt den Sattel dar. Die darunterliegenden, dünneren Linien sind die Bünde.
Die senkrechten Linien sind die sechs Saiten: links die tiefstklingende (dickste) und ganz rechts die höchstklingende (dünnste) Saite.


Griffbild

Die schwarzen Punkte zeigen die zu greifenden Saiten in den entsprechenden Bünden an. Eine Leersaite wird mit einem Kreis über dem Sattel gekennzeichnet. Ein X über dem Sattel bedeutet dass die Saite nicht angeschlagen werden soll. Ist weder ein Kreis noch ein X vorhanden kann die Saite optional (wahlweise) angeschlagen werden. Der Fingersatz der Greifhand wird unter dem Diagramm zu den entsprechenden Saiten angegeben.

Fingersatz der Greifhand:
0 = Leersaite
1 = Zeigefinger
2 = Mittelfinger
3 = Ringfinger
4 = Kleiner Finger

Die Leersaite wird im Griffbild mit einem Kreis und in den Noten oder Tabulaturen mit der Zahl 0 angegeben.


Kleines Barré

Ein Barré ist sozusagen ein Quergriff, der vor allem mit dem Zeigefinger über mehrere oder über alle Saiten greift. Im folgenden Beispiel (F-Dur-Akkord) greift der Zeigefinger ein kleines Barré über die erste und zweite Saite. Dies ist sowohl an der Klammer über dem Sattel als auch am Fingersatz der Greifhand zu erkennen.


Barréakkorde

Barréakkorde sind verschiebbare Akkorde und können vom 1. bis zum 10. Bund verschoben werden.
Die Klammer über dem Sattel zeigt das Barré über sechs Saiten an. Die Zahl rechts oben, neben dem Griffbild gibt den obersten Bund an. Die Bundangabe entspricht der Lagenbezeichnung: 3. Bund = III Lage. (Die Lagenbezeichnung wird mit römischen Ziffern angegeben.)


Grundakkorde

Grundakkorde sind einfachen Akkorde (Griffe) in der 1. Lage mit Leersaiten. Die Griffweise der linken Hand (Finger der Greifhand) sollte genau beachtet werden.

Da in Instrumentalstücken mehrheitlich nur die Tonika (1. Stufe) und Dominante (5. Stufe) verwendet werden sind die, zu einer Tonart gehörenden zwei Akkorde, nebeneinander dargestellt.

Tonart Tonika Dominante
C-Dur: C G7
G-Dur: G D7
D-Dur: D A7
A-Dur: A E7
E-Dur: E H7 (B7)
F-Dur: F C7

Beachte: Die Standard-Schreibweise für Akkorde ist englisch. Der Tonname H (deutsch) heißt dann B (englisch). Nicht zu verwechseln mit dem deutschen B (Be) das englisch Bb (B flat) heißt.

Der F-Akkord kann auch mit dem großen Barré, über alle sechs Saiten, gegriffen werden.

Akkordfolgen

Die Akkordfolgen zeigen den harmonischen Verlauf der verschiedenen Teile eines Stückes.

»gradaus« wird die Akkordfolge bezeichnet wenn mit der Tonika (1. Stufe) begonnen wird.

»verkehrt« wird die Akkordfolge bezeichnet wenn mit der Dominante (5. Stufe) begonnen wird.

▼ Akkordfogen

8-taktige Akkordfolgen

Die 8-taktige Folge wird hauptsächlich beim Landler und beim Boarischer verwendet. Die ersten 4 Takte werden wiederholt. Also kann der Ablauf eines 8-taktigen Teils an den ersten zwei Takten eindeutig erkannt werden.

Beachte: In meinen Lehrbücher unterscheide ich zwischen gradaus 1 und gradaus 2. In der 8-taktigen Folge beginnt gradaus 1 mit einem Takt der Tonika und gradaus 2 mit zwei Takten der Tonika.

Beispiele in C-Dur:

gradaus 1
|C|G7|G7|C|
|C|G7|G7|C|
gradaus 2
|C|C|G7|C|
|C|C|G7|C|
verkehrt
|G7|C|G7|C|
|G7|C|G7|C|

16-taktige Akkordfolgen

Die 16-taktige Folge wird hauptsächlich beim Halbwalzer und bei der Polka verwendet. Die Takte der 8-taktigen Folge werden verdoppelt und die ersten 8 Takte wiederholt. Also kann der Ablauf eines 16-taktigen Teils an den ersten drei Takten eindeutig erkannt werden.

Beachte: Bei gradaus 2 wird die 8-taktige Folge nicht einfach verdoppelt!

Beispiele in C-Dur:

gradaus 1
|C|C|G7|G7|
|G7|G7|C|C|
|C|C|G7|G7|
|G7|G7|C|C|
gradaus 2
|C|C|C|G7|
|G7|G7|G7|C|
|C|C|C|G7|
|G7|G7|G7|C|
verkehrt
|G7|G7|C|C|
|G7|G7|C|C|
|G7|G7|C|C|
|G7|G7|C|C|

Ausnahmen

Natürlich gibt es Ausnahmen in denen zusätzliche Akkordwechsel, takt- oder halbtaktweise, hinzugefügt werden. Es kann auch die Subdominante oder gar Mollakkorde hinzugefügt werden.
… und wie es der Zufall will hat man gerade diese Ausnahme… und dann, schon wieder die nächste Ausnahme!

Traditionelle Formen

Die Form eines Stückes befasst sich mit der Bezeichnung der Teile und dessen Tonarten, Abfolge und Wiederholungen.

3-teilige Form

▼ Beispiele · Quintenzirkel

 
Die Teile werden mit Großbuchstaben (A, B, C) gekennzeichnet. Der typische dritte Teil (C-Teil) wird gegebenenfalls auch »Trio« genannt.
Die traditionelle Form eines Sückes hat drei Teile. Der erste Teil ist der Hauptteil, wonach die Tonart des Stückes benannt wird. Die Tonart des zweiten Teils steht in der Regel in der Quintverwadtschaft und die des dritten Teils in der Quartverwandtschaft. Am Quitenzirkel kann man gut erkennen wie die Tonarten nebeneinander liegen.
Grundsätzlich werden die Teile nacheinander gespielt und jeweils wiederholt. Zwischen dem B- und C-Teil wird der A-Teil noch einmal wiederholt und nach dem C-Teil nochmal. Für weitere Wiederholungen gibt es keine Regeln.


Gitarren-Bayrischer (Tobi Reiser)

(aus dem Lehrbuch: Gitarrenbegleitung 1)
Boarischer: 8-taktig
Folge der Teile: A A B B A C C A

A-Teil: C-Dur – gradaus 2
|C|C|G7|C|
|C|C|G7|C|
B-Teil: G-Dur – gradaus 1
|G|D7|D7|G|
|G|D7|D7|G|
C-Teil: F-Dur – gradaus 1
|F|C7|C7|F|
|F|C7|C7|F|

Steffibauer-Walzer (Trad.)

(aus dem Lehrbuch: Gitarrenbegleitung 1)
Halbwalzer: 16-taktig (B-Teil: 8-taktig)
Folge der Teile: A A B B A C C A

A-Teil: C-Dur – gradaus 1
|C|C|G7|G7|
|G7|G7|C|C|
|C|C|G7|G7|
|G7|G7|C|C|
B-Teil: G-Dur – verkehrt
|D7|G|D7|G|
|D7|G|D7|G|
C-Teil: F-Dur – gradaus 1
|F|F|C7|C7|
|C7|C7|F|F|
|F|F|C7|C7|
|C7|C7|F|F|

Quintenzirkel

Der Quintenzirkel (im Uhrzeigersinn) oder auch Quartenzirkel (im Gegenuhrzeigersinn) zeigt den theoretischen Zusammenhang sämtlicher Tonarten. Außerhalb des Kreises sind die Dur-Tonarten mit Grossbuchstaben und innerhalb die Moll-Tonarten mit Kleinbuchstaben dargestellt. Die zwölf unterschiedlichen Tonarten überschneiden sich bei Fis- und Ges-Dur (Quintenzirkel unten!). Beziehungsweise wird Fis enharmonisch gleich Ges genannt, die Tonarten sind praktisch identisch. Die äußere Dur- und innere Moll-Tonart sind jeweils Paralleltonarten. In Klammern ist die Tonbezeichnung in der englischen Schreibweise.


Mehrteilige Form

▼ Beispiele

Ein mehrteiliges Stück wird auch als »Partie« bezeichnet: »Halbwalzerpartie« oder »Landlerpartie«.
Die Teile werden mit Zahlen durchnummeriert.
Grundsätzlich werden die Teile nacheinander gespielt und jeweils wiederholt. Für weitere Wiederholungen gibt es keine Regeln.

Halbwalzerpartie (Trad.)

(aus Gitarrenduo · Folge 1)
Halbwalzer: 16-taktig (Teil 1*: 32-taktig)
Folge der Teile: 1 1 2 2 3 3 4 4 5 5

Teil 1*: A-Dur – gradaus 2
|A|A|A|A|
|A|A|E7|E7|
|E7|E7|E7|E7|
|E7|E7|A|A|
|A|A|A|A|
|A|A|E7|E7|
|E7|E7|E7|E7|
|E7|E7|A|A|
Teil 2: D-Dur – gradaus 1
|D|D|A7|A7|
|A7|A7|D|D|
|D|D|A7|A7|
|A7|A7|D|D|
Teil 3: D-Dur – verkehrt
|A7|A7|D|D|
|A7|A7|D|D|
|A7|A7|D|D|
|A7|A7|D|D|
Teil 4: G-Dur – verkehrt
|D7|D7|G|G|
|D7|D7|G|G|
|D7|D7|G|G|
|D7|D7|G|G|
Teil 5: C-Dur – gradaus 1
|C|C|G7|G7|
|G7|G7|C|C|
|C|C|G7|G7|
|G7|G7|C|C|

*) Der erste Teil (Teil 1) ist 32-taktig und verdoppelt die 16-taktige Folge gradaus 2.

Boarischer (langsame Polka)

aus dem Lehrbuch: Alpenländische Gitarrenmusik / Gitarrenbegleitung 1

▼ Noten/Tab

Begleitakkorde


Basisbegleitung

Der Boarische wird im 2/4-Takt notiert und in Grund- und Nachschläge aufgeteilt. Die Grundform ist 8-taktig.
Grundschläge: Wechselbass
Nachschläge: dreistimmige Akkorde


Begleittechnik

Die in Klammern gesetzten Finger zeigen das Abstoppen, beziehungsweise das Dämpfen der Saiten an (a = Ringfinger, m = Mittelfinger, i = Zeigefinger, p = Daumen).

Beachte: Der Daumen dämpft mit der Daumenkante und die Finger durch das Aufsetzen auf die Saiten. Der einfache Schluss endet auf dem zweiten Grundschlag, Bass und Akkordtöne werden zusammen angeschlagen und ausgehalten. Der Bass soll beim 4-stimmiger Akkord nicht untergehen, beziehungsweise lauter klingen als die Akkordtöne (a m i) darüber.


Basisbegleitung: gradaus 2

Mit gradaus 2 wird die 8-taktige Akkordfolge bezeichnet, die mit der Tonika (1. Stufe) beginnt und diese dann 2 Takte dauert.

gradaus 2
|C|C|C|G7|
|G7|G7|G7|C|
|C|C|C|G7|
|G7|G7|G7|C|

Gitarrenbegleitung 1

Lehrbuch von René Senn

Grundlegende Begleittechniken für Walzer (Halbwalzer), Polka, Boarischer, Landler und Liedweisen, in den für die Gitarre gebräuchlichsten Tonarten (E-, A-, D-, G-, C- und F-Dur).

  • Lehrbuch mit Noten und Tabulaturen / 147 Seiten
  • Begleittechniken
  • Bassläufe
  • Praktisches Begleiten
  • Theorie
  • Videoclips online
  • Hörbeispiel / Backing Tracks online

Im Anhang sind einfache einstimmige Spielstücke, die in sämtliche Tonarten transponiert werden können und zwei dreiteilige Originalbeispiele – Gitarren-Bayrischer (Tobi Reiser) und Steffibauer-Walzer (Trad.)

Das Lehrbuch ist als PDF-Datei oder Notenheft mit Ringbindung im Online-Noten-Verlag erhältlich. Lernvideos und Hörbeispiele können online abgerufen werden.

Gitarrenbegleitungen in B‑, Es‑, As‑Dur…

» Die Gitarre als transponierendes Instrument «

Wenn Harmonikas oder Blasinstrumente in ihren bevorzugten Be-Tonarten spielen wird das Begleiten mit der Gitarre zu einer Herausforderung. Für die Gitarre ist es grundsätzlich einfacher in den Kreuz-Tonarten zu begleiten. In den Be-Tonarten, Akkorde, Wechselbässe und Bassläufe in gewohnter Manier zu Spielen erfordert entsprechende Gitarrentechniken in den Lagen.

Um in den einfachen und gewohnten Tonarten bleiben zu können wird der Kapodaster, auch Capo genannt, verwendet. Die Gitarre wird somit zum transponierenden Instrument.

▼ Theorie · Praxis

Quintenzirkel

Der Quintenzirkel (im Uhrzeigersinn) zeigt den theoretischen Zusammenhang sämtlicher Tonarten. Die Ausgangstonart ist C-Dur, im Quintenzirkel oben. Die zwölf unterschiedlichen Tonarten überschneiden sich bei Fis- und Ges-Dur, im Quintenzirkel unten. Beziehungsweise wird Fis enharmonisch gleich Ges genannt, die Tonarten sind praktisch identisch. In Klammern ist die Tonbezeichnung in der englischen Schreibweise.

Mit den Grundakkorden ohne Capo, so wie ich sie auch in meinem Lehrbuch »Gitarrenbegleitung 1« verwende, können die Tonarten im roten Segment gespielt werden. Mit denselben Grundakkorden und Capo im 1. Bund aufgesetzt, können die Tonarten im grünen Segment und mit Capo im 3. Bund im blauen Segment gespielt werden.


Die Gitarre als transponierendes Instrument

Zuerst gilt es festzustellen, dass transponierende Musikinstrumente nicht in der notierten Tonhöhe klingen. Zwischen Notation und Klang ist ein Unterschied.

Die Gitarre wird zum transponierenden Instrument wenn ein Capo verwendet wird. Beispiel: Der Capo ist im 1. Bund aufgesetzt und der E-Akkord wird gespielt, also klingt der F-Akkord.

Die folgende Tabelle zeigt die Tonarten in der Übersicht. In rot die Tonarten ohne Capo, bezieungsweise gespielte Tonarten. Mit Capo im 1. Bund wird die klingende Tonarten in grün, und mit Capo im 3. Bund die klingende Tonart in blau angezeigt

(ohne Capo)
gespielt
Capo 1. Bund
klingend
Capo 3. Bund
klingend
F-Dur: Ges-Dur As-Dur
C-Dur: Des-Dur Es-Dur
G-Dur: As-Dur B-Dur
D-Dur: Es-Dur F-Dur
A-Dur: B-Dur C-Dur
E-Dur: F-Dur G-Dur

Capo I · Praktische Beispiele

Tonartenübersicht mit Capo im 1. Bund
Mit dem Capo im 1. Bund klingen alle Grundakkorde 1 Halbton höher. Kurzschreibweise für Capo im 1. Bund: Capo I (römische Ziffer)

Die folgende Tabelle zeigt die Tonarten mit zwei Harmonien, beziehungsweise zwei Akkorden: T=Tonika und D=Dominante. Natürlich können auch die Subdominante (4. Stufe) oder auch Mollharmonien usw. miteinbezogen werden.

Gitarre mit Capo
Capo I
gespielt: T – D
Musikinstrument
 
klingend: T – D
E-Dur: E – B7 (H7) F-Dur: F – C7
A-Dur: A – E7 B-Dur: Bb – F7
D-Dur: D – A7 Es-Dur: Eb – Bb7
G-Dur: G – D7 As-Dur: Ab – Eb7
C-Dur: C – G7 Des-Dur: Db – Ab7
F-Dur: F – C7 Ges-Dur: Gb – Db7

Beachte: Nach der Tonartangabe in deutsch, stehen die Akkorde in der englischen Standardschreibweise!
(Bb englisch = B deutsch)


Klarinette in B

Grundsätzlich müssen Gitarrenspieler(-innen) nur wissen in welcher Tonart sie begleiten sollen. Dies kann einfacher und manchmal auch schneller durch praktisches Ausprobieren erreicht werden, als durch grundlegendes, theoretisches Verständnis.
Theorie: Die »Klarinette in B« ist ein transponierendes Instrument. Das heißt: Spielt die »Klarinette in B« beispielsweise die Note C, so klingt der Ton B. Der Ton B klingt ein Ganzton oder eine Sekund (Intervall) tiefer als notiert. Dies hat uns Gitarrenspieler(-innen) nur zu interessieren wenn sich der Klarinettist(-in) selbst nicht auskennt. (Kommt vor!)

Beispiel: Bei traditionellen, 3-teiligen Stücken in B-Dur, steht der 1. Teil in B-Dur, der 2. Teil in F-Dur und der 3. Teil in Es-Dur. Die Gitarre mit Capo im 1. Bund begleitet dann das Stück in A-Dur. Der 1. Teil in A-Dur mit den Akkorden A und E7 (Tonika - Dominante), der 2. Teil in E-Dur mit den Akkorden E und B7 (H7), und der 3. Teil in D-Dur mit den Akkorden D und A7.

3-teiliges Stück in B-Dur
Musikstück
in B-Dur
Musikinstrument
klingend
Gitarre mit Capo
gespielt · Capo I
1.Teil B-Dur: Bb – F7 A-Dur: A – E7
2.Teil F-Dur: F – C7 E-Dur: E – B7 (H7)
3.Teil Es-Dur: Eb – Bb7 D-Dur: D – A7

Siehe auch: Capo III


Steirische Harmonika: B‑Es‑As‑Des

In der 4-reihigen Stimmung B‑Es‑As‑Des ist die 3-reihige B‑Es‑As enthalten. Diese werden vorwiegend in Verbindung mit Blasinstrumenten (Klarinette, Trompete) verwendet.

3-teiliges Stück in Es-Dur
Musikstück
in Es-Dur
Musikinstrument
klingend
Gitarre mit Capo
gespielt · Capo I
1.Teil Es-Dur: Eb – Bb7 D-Dur: D – A7
2.Teil B-Dur: Bb – F7 A-Dur: A – E7
3.Teil As-Dur: Ab – Eb7 G-Dur: G – D7

Siehe auch: Capo III

3-teiliges Stück in As-Dur
Musikstück
in As-Dur
Musikinstrument
klingend
Gitarre mit Capo
gespielt · Capo I
1.Teil As-Dur: Ab – Eb7 G-Dur: G – D7
2.Teil Es-Dur: Eb – Bb7 A-Dur: D – A7
3.Teil Des-Dur: Db – Ab7 D-Dur: C – G7

Wolfgang Neumüller

»Wenn ich die Harmonika mit der Gitarre begleite und ich möchte eine mühelose und schöne Begleitung spielen, so ist der Kapodaster schon sehr nützlich. Spielt man dauernd mit einer Harmonika mit der Stimmung B-Es-As, so gibt es auch die Möglichkeit, die Gitarre um einen halben Ton höher zu stimmen.«


Martin Schwab

Martin Schwab (1926-2012) mit den »Schönauer Musikanten« und der »Gerstreit-Musi« verwendete an Stelle des Capos im 1. Bund eine zweite Gitarre, die er ein Halbton höher gestimmt hatte.
Stimmung: F – B - es - as - c1 - f1
 


Capo III · Praktische Beispiele

Tonartenübersicht mit Capo im 3. Bund
Mit dem Capo im 3. Bund klingen alle Grundakkorde 3 Halbtöne höher.

Die folgende Tabelle zeigt die Tonarten mit zwei Harmonien, beziehungsweise zwei Akkorden: T=Tonika und D=Dominante. Natürlich können auch die Subdominante (4. Stufe) oder auch Mollharmonien usw. miteinbezogen werden.

Gitarre mit Capo
Capo III
gespielt: T – D
Musikinstrument
 
klingend: T – D
E-Dur: E – B7 (H7) G-Dur: G – D7
A-Dur: A – E7 C-Dur: C – G7
D-Dur: D – A7 F-Dur: F – C7
G-Dur: G – D7 B-Dur: Bb – F7
C-Dur: C – G7 Es-Dur: Eb – Bb7
F-Dur: F – C7 As-Dur: Ab – Eb7

Beachte: Nach der Tonartangabe in deutsch, stehen die Akkorde in der englischen Standardschreibweise!
(B englisch = H deutsch)
(Bb englisch = B deutsch)


Steirische Harmonika: G‑C‑F‑B

Die 4-reihigen Stimmung G‑C‑F‑B wird vorwiegend in Verbindung mit Saiteninstrumenten (Geige, Harfe, Hackbrett) verwendet.

3-teiliges Stück in C-Dur
Musikstück
in C-Dur
Musikinstrument
klingend
Gitarre mit Capo
gespielt · Capo III
1.Teil C-Dur: C – G7 A-Dur: A – E7
2.Teil G-Dur: G – D7 E-Dur: E – B7 (H7)
3.Teil F-Dur: F – C7 D-Dur: D – A7

Beachte: Spielt ein Instrument Stücke in C-Dur kann dies auch ohne Capo begleitet werden. Mit dem Capo im 3. Bund kann dem möglichen Bb-Barréakkord der Subdominante ausgewichen werden.

3-teiliges Stück in F-Dur
Musikstück
in F-Dur
Musikinstrument
klingend
Gitarre mit Capo
gespielt · Capo III
1.Teil F-Dur: F – C7 D-Dur: D – A7
2.Teil C-Dur: C – G7 A-Dur: A – E7
3.Teil B-Dur: Bb – F7 G-Dur: G – D7

Klarinette in B

Klarinette in B ist ein transponierendes Instrument:
Musikstück: notiert in C-Dur = klingend in B-Dur

3-teiliges Stück in B-Dur
Musikstück
in B-Dur
Musikinstrument
klingend
Gitarre mit Capo
gespielt · Capo III
1.Teil B-Dur: Bb – F7 G-Dur: G – D7
2.Teil F-Dur: F – C7 D-Dur: D – A7
3.Teil Es-Dur: Eb – Bb7 C-Dur: C – G7

Siehe auch: Capo I


Steirische Harmonika: B‑Es‑As (‑Des)

3-teiliges Stück in Es-Dur
Musikstück
in Es-Dur
Musikinstrument
klingend
Gitarre mit Capo
gespielt · Capo III
1.Teil Es-Dur: Eb – Bb7 C-Dur: C – G7
2.Teil B-Dur: Bb – F7 G-Dur: G – D7
3.Teil As-Dur: Ab – Eb7 F-Dur: F – C7

Siehe auch: Capo I